Degus fressen in der Natur eine eher karge Kost. Sie nehmen in erster Linie Gräser, Kräuter und deren Samen auf. Früchte stehen selten bis gar nicht auf dem Speiseplan, auch Wurzeln werden eher selten aufgenommen. Blätter und Zweige verschiedener Büsche und Bäume stehen ebenfalls ganz oben auf dem Deguspeiseplan. Aus diesem Grund ist ihr Verdauungsapparat nicht auf zu zucker- oder fetthaltige Bestandteile ausgerichtet. Degus neigen bei falscher Ernährung zur Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus), die u. a. über eine Linsentrübung (Katarakt) zur beidseitigen Blindheit führen kann. Auch das im Fachhandel angebotene Degu-Fertigfutter ist leider häufig zu zuckerhaltig; dies gilt ebenso für das handelsübliche und zu gehaltvolle Mäuse- oder Hamsterfutter.
Heu ist ein wichtiger Bestandteil der Deguernährung. Es enthält, obwohl es getrocknet ist, viele Mineralien und Vitamine und sorgt für ein ausgeglichenes Darmmiliö und einen ausreichenden Abrieb der ständig nachwachsenden Backenzähne. Heu muss immer zur freien Verfügung im Degugehege vorhanden sein.
Ein wichtiger Bestandteil des Deguspeiseplans sind frische (im Winter auch getrocknete) Zweige/Äste von verschiedenen Bäumen und Büschen. Blätter sollten mit gereicht werden. Besonders geeignet sind z.B. Zweige von Apfelbäumen, Haselnussbäumen, Birnenbäumen, Birken, Erle, sowie Jonhannisbeerbüsche, Heidelbeerbüsche.

Altes, hartes Brot ist ungesund. Brot enthält zu viel schwer verdauliche Stärke und oft auch Konservierungsstoffe, Backtriebmittel und Salz, somit ist es für Degus eher schwer verdaulich. Außerdem finden sich auf altem Brot oft Schimmelsporen. Brot sorgt bei übermäßiger Fütterung für Übergewicht. Auch hartes Brot dient nicht dem Zahnabrieb - es weicht im Maul zu schnell auf. Hartes Brot sollte deshalb nicht verfüttert werden

Obst gehört nicht auf den Speiseplan von Degus!

Degus neigen zu einem erhöhten Blutzuckerspiegel. Zweifachzucker (Disaccharide) und Fruchtzucker (Fructose, Glukose), wie sie in den meisten Obstsorten in hoher Konzentration vorhanden sind, lassen den Blutzuckerspiegel für Stunden stark ansteigen. Die Hormone Insulin und Glukagon sind anders zusammen gesetz als bei anderen Säugetieren, Degus können große Mengen Zucker dadurch nicht so schnell abbauen. Dies begünstigt die Entstehung von Diabetes. Die Folge eines zu hohen Blutzuckerspiegels sind meist Augenprobleme (Katarakte)

In erster Linie sollte ein Degufutter getrocknete Kräuter enthalten. Bewährt haben sich verschiedene Trockenkräutermischungen als Grundfutter. Kräuter als Grundfutter werden zur freien Aufnahme im Degugehege angeboten. Der Napf sollte einmal am Tag aufgefüllt werden, nicht verzehrtes Futter wird entfernt. Wird sehr viel von dem Futter nicht verzehrt, dann wird etwas weniger gegeben.

Ich Persönlich empfehle Fertigfutter von Beaphar für Degus, JR Farms oder Zwerghamster-Schmaus von Bunny.