Jakobskreuzkraut (JKK) oder Jakobs-Greiskraut gehört zu den Korbblütlern. Mit den gelben Blüten und einer Höhe zwischen 30 und 120cm sieht es auf einer Wiese eigentlich ganz harmlos, ja sogar hübsch aus. Aber JKK hat es in sich! Alle Teile der Pflanze, auch die Wurzeln, enthalten Pyrrolizidinalkaloide, die zu irreversiblen und nicht behandelbaren Leberschäden führt. Die älteren Pflanzen werden in der Regel von Weidetieren gemieden, da sie starke Bitterstoffe enthalten. Die jungen Rosetten enthalten diese Stoffe noch nicht, allerdings das Gift.
Auch getrocknet verliert die Pflanze nicht an Giftigkeit. Das macht sie besonders im Heu gefährlich, wo man als Halter die Triebe nicht erkennt. Ausserdem verlieren die Pflanzen durch die Trocknung die Bitterstoffe, so dass die Tiere sie im Futter nicht bemerken- dafür erhöht sich die Konzentration der Giftstoffe. Wiesen, auf denen JKK gefunden wurde dürfen daher auf keinen Fall zur Heuernte verwendet werden.
Von den Weidetieren reagieren besonders Pferde empfindlich auf JKK. 40 Gramm der Pflanze pro Kilo Pferdegewicht führen bereits unweigerlich zum Tod. Bei einem Gewicht um die 500 kg bei einem Großpferd klingt das noch nicht bedenklich, allerdings wiegt ein einzelner Trieb des JKK im Schnitt bereits 70 Gramm. Ausserdem muss die tödliche Menge nicht auf einmal gefressen werden, da sich eine schleichende Vergiftung einstellt und den Stoffwechsel der Leber langsam, aber unaufhörlich schädigt. Bei einer Belastung von 1% im Heu ist eine tödliche Dosis für Pferde nach 3 Monaten, bei einer 10% Belastung nach 20 Tagen erreicht.
Erste Vergiftungserscheinungen beim Pferd sind Appetitlosigkeit, Koliken, Schwellung an Nase und Fesseln, Fellverlust und typisches Gähnen. Neben Darmbeschwerden kommt es auch zu Gelbsucht-Syptomen wie verfärbte Schleimhäute oder hohe Leberenzymblutwerte. Leberversagen führt zu Gehirnreizungen und einer Schädigung des zentralen Nervensystems. Bewusstseintrübungen zeigen sich u.a. durch eine allgemeine Wesensänderung, unkoordiniertes Im-Kreis-Laufen, Taumeln und typisches "Kopf-Anlehnen". Diese Phase kann übergehen in aggressives Verhalten, Krämpfe und endet im Koma. Bei akuten Vergiftungen tritt der Tod in wenigen Tagen ein, bei einer langsamen Vergiftung durch Heu oder Silage kann es Wochen oder Monate dauern.
Meine Quelle und mehr Infos zu Jakobskreuzkraut gibt es hier.





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